Das bankaufsichtliche
(EBA-)Meldewesen
Schwerpunkt COREP

Ein wichtiger Impulsgeber für die Banksteuerung

Termine

Online-Seminar | 1 Tag
22. Mai 2026

Dauer
9 bis 17 Uhr

Preis: 790 €
zzgl. MwSt.

Fundierter Überblick für erfolgreiche Umsetzung der Meldevorschriften

Seit der Finanzkrise hat sich das Meldewesen im Bankensektor stark weiterentwickelt, um den steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Insbesondere seit 2014 wurden neue Verfahren zur Ermittlung der risikogewichteten Aktiva (RWA) eingeführt sowie neue regulatorische Steuerungskennziffern wie die Liquidity Coverage Ratio (LCR), die Net Stable Funding Ratio (NSFR) und die Leverage Ratio (LR) etabliert.

Diese neuen Anforderungen wurden begleitet von umfassenden europäischen Meldewesen- bzw. regulatorischen Rahmenwerken, insbesondere unter COREP (Common Reporting), aber auch FINREP (Financial Reporting) sowie später RESREP (Resolution Reporting). Sowohl die europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, EZB) als auch die nationalen Aufseher haben den Bedarf an detaillierten, granularen Daten kontinuierlich erhöht, um eine verbesserte Transparenz und Vergleichbarkeit sicherzustellen.

Ein zentraler Baustein der Bankenaufsicht sind die Vorschriften zur regelmäßigen Abgabe aufsichtsrechtlicher Meldungen. Diese sind neben nationalen Anforderungen auf europäischer Ebene in der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD) verankert und werden durch die EBA mittels technischer Regulierungsstandards (RTS) sowie weiterer Level-II-Vorgaben konkretisiert. Aktuelle RTS-Anpassungen und Präzisierungen dienen dabei als Beispiele für die fortlaufende Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens; bis zum Zeitpunkt des Seminars ist mit weiteren relevanten Änderungen zu rechnen.

Als Teilnehmer erhalten Sie einen fundierten Überblick über die Anforderungen des EBA-Meldewesens. Ziel ist es, die aufsichtsrechtlichen Meldevorschriften nicht nur kennenzulernen, sondern auch deren Intention zu verstehen und praxisnah anwenden zu können.

Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt insbesondere auf der Eigenmittelunterlegung im Rahmen von COREP (COREP Own Funds-Meldung), wobei angrenzende Themenbereiche wie FINREP und RESREP ergänzend und überblicksartig behandelt werden.

Seminarinhalte

Bankaufsichtsrechtliche Vorschriften – Grundzüge, EBA-Meldewesen mit Schwerpunkt COREP

Der Eigenmittelbegriff in der CRR

Meldung zur Eigenmittelausstattung – COREP Own Funds

• Kreditrisikostandardansatz (mit Beispielbefüllung)
• IRB-Ansatz 


COREP Leverage Ratio (Überblick)

COREP Large Exposure (Überblick)

COREP Liquiditätsmeldungen (Überblick): LCR, NSFR

Finanzreporting FINREP (kurzer Überblick)

Abwicklungsreporting RESREP (insbesondere SRB LDR / EBA CIR Templates MREL)

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter aus

  • Risikocontrolling
  • Treasury/Handel
  • Meldewesen 
  • der internen Revision

Referenten

Thorsten Gendrisch ist geschäftsführender Partner der 1 PLUS i GmbH. Nach der klassischen Bankausbildung erlangte er berufsbegleitend über ein Abendstudium den Abschluss des Bankfachwirts. Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeiten arbeitete er im (Derivate-)Settlement, als Market-Maker für Indexderivate an der EUREX/SOFFEX und als (Senior-)Risikocontroller in nationalen und internationalen Häusern sowie als Trainer und Berater. Zentrale Themen im Rahmen seiner inzwischen mehr als 20-jährigen Beratertätigkeit sind aufsichtliche Fragestellungen mit dem Schwerpunkt Marktpreisrisiko. Dabei hat er bereits mehrere Institute in verschiedenen Detailthemen und Projektebenen bei der Implementierung und Optimierung der Risikomessung inkl. den dazugehörigen Prozessen erfolgreich unterstützt. Zusätzlich ist Thorsten Gendrisch als Referent und Autor für die oben genannten Themenbereiche tätig, sowie (Mit-)Herausgeber des Standardwerkes „Handbuch Solvabilität“, das inzwischen in der dritten Auflage erschienen ist.

Herr Dr. Raphael Reinwald, Partner der 1 PLUS i GmbH, befasst sich vorwiegend mit Fragestellungen des Risikomanagements, der Risiko- und Gesamtbanksteuerung, der Abwicklungsplanung und des aufsichtlichen Meldewesens (Kapitalmeldungen wie auch statistische Meldungen). Im Risikomanagement liegen seine Schwerpunkte im Bereich Kreditrisiken (KSA/IRB, Ratingverfahren), Modellvalidierung, der Erfüllung aufsichtlicher Vorgaben für Kreditinstitute (ICAAP/SREP, MaRisk, EBA Guidelines) sowie der Modellierung von alternativen Investments und Marktpreisrisiken. Herr Dr. Reinwald war außerdem in der Sanierungsplanung, Abwicklungsplanung und zugehöriger Meldungserstellung (SRB Data Collection, MREL EBA ITS) für mehrere SRB-beaufsichtigte Institute tätig. Weiterhin begleitete er Institutsfusionen (Kernbankensystem und GBS) und Migrationen von Frontend-Systemen wie auch von Meldewesensoftware. Er ist außerdem als Referent und Autor im Bereich Risikomanagement tätig.

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